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Zur Person: Stefan Ulbrich

01.01.2011 20:45

Leider kursiert immer noch eine wilde Mischung aus Fakten, Gerüchten, Vermutungen und auch Verleumdungen im Internet und in den Köpfen vieler Menschen, die den Inhaber des Arun Verlages, Stefan Ulbrich, betreffen. Da es nie möglich sein wird, auf all diese Dinge einzeln und an den jeweiligen Stellen (sprich: Internet-Foren) einzugehen, haben wir uns entschlossen, hierzu Einiges zu sagen.

Es stimmt, dass Stefan Ulbrich in jungen Jahren Mitglied der Wiking-Jugend war, allerdings ist diese Episode nun fast 30 Jahre her. 1984 verließ Ulbrich die Wiking-Jugend. Er hatte danach noch weiter Kontakt zur rechten Szene, schrieb auch Musik- und Filmrezensionen für eine rechtspopulistische Zeitschrift, doch verlor sich dieser Kontakt immer mehr. 1986 beteiligte er sich im Rahmen einer autonomen Gruppe von sog. Bauzaunsägern aktiv am Widerstand gegen die Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf und konzipierte im Auftrag der VHS München die zivilisationskritische Wanderausstellung „Einblick ins Aus“ samt Multimedia-Diaschau.

In den Anfangszeiten des Arun Verlages erschienen einige Bücher, die Stefan Ulbrich selbst aus heutiger Sicht für fragwürdig hält. Zwar waren diese Titel als Diskussionsgrundlage gedacht, doch wurde schnell klar, dass ein Buch immer als ideologisches Statement verstanden wird. Deshalb sind alle diese Bücher längst vom Markt genommen bzw. nicht wieder aufgelegt worden, obwohl eine bis heute anhaltende starke Nachfrage besteht und antiquarisch hohe Preise erzielt werden.

Hier wurden Fehler in der Veröffentlichungspolitik und auch in der Außenkommunikation gemacht, die Stefan Ulbrich in der Rückschau bedauert und die heute so nicht mehr geschehen würden.

Menschen ändern sich und aus einem 20jährigen, politisch Rebellierenden,  kann durchaus ein vernünftiger, spirituell interessierter und tiefsinniger Mensch werden. Die heutige Weltsicht von Stefan Ulbrich entspricht in keinem Detail einer rechtsnationalen Gesinnung. Zwar kann er seine eher unrühmliche Vergangenheit nicht leugnen, doch ebenso wenig kann man – sieht man sich allein das Verlagsprogramm an – eine innere Wandlung in Abrede stellen. Ein jeder, der daran Zweifel hat, möge sich die Bücher und Autoren anschauen und danach die Vorwürfe gegenüber dem Arun Verlag neu bedenken. Von Tiefenökologie über weibliche und feministische Spiritualität bis zur scharfen Kritik an faschistoiden Tendenzen im Vatikan und kosmologischen Entwürfen eines Miteinanders aller Menschen und Wesen reicht die Thematik. Dennoch wird der Verlag auch weiterhin Bücher zu keltischen, germanischen und heidnischen Themen veröffentlichen, da diese unserer Meinung nach NICHTS mit Nazis zu tun haben und auch nicht in diese Ecke gestellt werden sollten.

Manche Dinge, die im Internet zu finden sind, entsprechen den Tatsachen, einiges ist verdreht, vieles frei erfunden, doch keiner dieser Vorwürfe lässt sich auf heute übertragen. Was war, ist nicht mehr – und sowohl Stefan Ulbrich als auch der Arun Verlag unterhalten heute keinerlei Kontakte zur rechten Szene. Auch der Verfassungsschutz, der den Verlag in der Vergangenheit beobachtete, schrieb auf Anfrage im Jahr 2011, dass es keinerlei Verdachtsmomente gibt und dass der Verlag auch nicht als beobachtungswürdig eingestuft sei. (Schreiben vom 13.12.2010, Aktenzeichen 001-S-215 001-0048/10, mit Verweis auf die Kleine Anfrage 3/4139 vom 29.03.2004. Zitat: „Über aktuelle rechtsextremistische Aktivitäten liegen keine Erkenntnisse vor. … Das aktuelle Angebot…bietet keine ausreichenden tatsächlichen Anhaltspunkte für eine extremistische Bestrebung…Somit sind die Voraussetzungen für eine Erwähnung im Thüringer Verfassungsschutzbericht nicht erfüllt.“)

Der Arun Verlag ist heute gänzlich neu aufgestellt. Ein entsprechendes Leitbild, welches aufzuzeigen versucht, welches die wirklichen Überzeugungen und somit auch Themen des Verlages, des Verlegers und seiner Mitarbeiter sind, findet sich HIER. Dieses Leitbild findet sich auch auf http://arun-verlag.blogspot.com, wo ebenfalls kurze Artikel zu und von unseren Autoren sowie Textauszüge unserer Veröffentlichungen zu lesen sind.

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